Teuflisch

Gib mir ein Feindbild. Ich muss endlich wieder einmal meine niederen Instinkte ausleben können. Mal richtig draufhauen. Wenn schon nicht physisch, dann wenigstens verbal.

Man muss die Autohersteller nicht bemitleiden. Ganz sicher nicht. Aber ist die Diskussion nicht etwas außer Kontrolle geraten? Da werden Begriffe verwendet wie: böse, unfassbarer Skandal, ethisches Versagen, totalitärer Charakter. Geht es hier nur um Publicity oder steckt mehr dahinter? Geht es  um Neid und Ohnmacht?


The Jesus and Mary Chain, Kill Surf City


Kommentare: 1 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    BadGuy (Freitag, 30 März 2018 15:14)

    ACHTUNG! Mein Kommentar enthält Übertreibungen, Ironie, Sarkasmus und Humor. Keine Polemik. Das wäre erbärmlich.

    Als ich neulich morgens meinen Nachbarn, einen Automobil-Ingenieur, fragte, was denn heute so anstünde, so meinte er, dass es zur Zeit eher langweilig sei. Die spaßigen Zeiten, wo man einfach nach Lust und Laune mittellose Studenten mit Abgas vergiften durfte, seien eben einfach vorbei. Da hatte man morgens wenigstens noch einen Grund aufzustehen. Man wusste ja nie, was einen erwartet. Schön war die Zeit. Man ging morgens zum Abgaslabor und da saßen sie schon. Ängstlich, keine Ahnung was sie erwartete und welche Schäden vielleicht bleiben würden. Am liebsten waren meinem Nachbarn Studenten der Geisteswissenschaften. Die kann er als Maschinenbauer sowieso nicht leiden. Dieses ständige schlaue Dahergerede. Widerlich. Dabei leben die doch nur von dem Geld, das der Maschinenbau durch den Export einbringt. Aber wie gesagt, diese Zeiten sind leider vorbei. Selbst Tierversuche sind nicht mehr erwünscht. Dabei macht das doch jeder. Jetzt kann man nur noch dafür sorgen, dass die gesetzlichen Abgasgrenzwerte möglichst knapp unterschritten werden, um wenigstens noch etwas Schaden anrichten zu können. Das einzige, was noch wirklich Spaß macht, ist Lücken in den Gesetzestexten zu finden, um den Spritverbrauch beim Kunden hochzutreiben. Der Testverbrauch bleibt natürlich niedrig. Man macht eben das beste draus. Ich gab meinem Nachbarn noch ein paar mitfühlende Worte mit auf den Weg. Ich musste noch zum Bäcker, für die Frühstücksbrötchen. Hoffentlich war ein Parkplatz frei. Die sind aber auch klein geworden. Da müsste man mal was tun.